Vorschau Abstiegsrunde

Vorschau Abstiegsrunde 1. Bundesliga 25/26

Abstiegsrunde – 1. Bundesliga 2025/2026

TuS Kirchberg – SK Kamp-Lintfort – SKV Trier – CfK GW 65 Rösrath

Die entscheidende Phase der Saison wirft ihre Schatten voraus und der TuS Kirchberg kämpft im Oberhaus um die Klassenzugehörigkeit. In der Abstiegsrunde machen die Teams aus Kirchberg, Kamp-Lintfort, Trier und Rösrath zwei Absteiger unter sich aus. Das erste Heimrecht genießt der SK Kamp-Lintfort, wo die Viererrunde am kommenden Samstag startet.

Der TuS Kirchberg unternimmt ab dem kommenden Wochenende noch einmal alles in Sachen Klassenerhalt. Zwar schlossen die Hunsrücker die reguläre Runde auf dem letzten Tabellenplatz ab, doch im Kegel-Oberhaus heißt das noch gar nichts. Am Ende der Saison stehen immer noch die Playoffs an, in denen die Top 4 den Meister und die vier Schlusslichter die Absteiger aus den Ligen unter sich ausmachen. Über die sportliche Fairness dieser Playoffs wurde schon die ein oder andere Debatte geführt, nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass Playoff-Partien immer noch einmal ordentlich viel Spannung und ganz eigene Gesetze mit sich bringen.
Größter Unterschied: Es geht in erster Linie nur noch um die Gesamtholzzahl. Die beste Mannschaft des jeweiligen Tages bekommt vier Punkte, die Schwächste nur einen. Einzelwertungspunkte werden zwar verteilt, kommen aber nur bei Holz- oder Punktgleichheit zum Tragen. Der Heimvorteil ist zwar noch immer gegeben – und Heimteams sollten tunlichst vier Punkte auf eigenem Geläuf erspielen – doch durch die Viererrunde ist viel mehr Spannung gegeben, da sich abseits der Heimmannschaft noch drei andere Teams um die Punkte streiten.

Saisonrückblick
Hier liegt auch ein Stück weit das Problem der Hunsrücker: Zu oft zur falschen Zeit am falschen Ort – lediglich ein mageres Auswärtspünktchen erspielten die Kirchberger. Dabei waren die Leistungen nicht durch die Bank schlecht und hätten hier und da mal etwas Zählbares verdient gehabt. Wo direkte Konkurrenten mal die Heimmannschaft auf dem falschen Fuß erwischten, scheiterte Kirchberg mehrfach hauchdünn am Punktgewinn.
Das größte Manko der Kirchberger waren allerdings die drei Heimpleiten, wovon besonders die gegen den SK Münstermaifeld im Gedächtnis bleibt. Gegen die Spitzenteams aus Düsseldorf und Heiligenhaus zeigte man zumindest Kampfgeist, doch die Partie gegen Münstermaifeld war ein Nackenschlag zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Immerhin hat man die Feuerprobe gegen den deutschen Meister aus Oberthal bestanden und auch sonst  starke Resultate und einen neuen Bahnrekord an die Tafel gebracht. Doch auch ein 3:0 im Kirchberger Hof blieb den Hunsrückern die gesamte Saison verwehrt, wodurch man sich am Ende des Feldes mit der roten Laterne wiederfindet.

Ausblick Playoffs
Kirchberg möchte gern noch das Glanzstück erbringen und die Klasse halten. Zwar bringt der TuS als Tabellenletzter nur einen Punkt als Vorgabe mit in die Runde (Rösrath 4, Kamp-Lintfort 3, Trier 2), doch trotzdem kann man dieses Tableau auch schnell auf den Kopf stellen. Die Chancen dafür sind noch immer greifbar, denn Abstiegspiele schreiben immer ihre eigenen Geschichten. Vier Mannschaften auf einer Bahn – da sind Überraschungen vorprogrammiert. Die Bahnanlagen dürften den Kirchbergern grundsätzlich liegen: In Kamp-Lintfort scheiterte man knapp am Punktgewinn und zeigte eine Leistung mit Luft nach oben, in Trier fühlen sich die Kirchberger schon immer sehr wohl und in Rösrath gelang dem TuS der einzige Auswärtspunkt der Saison. Doch der direkte Vergleich mit der Konkurrenz entscheidet und ein schlechter Tag kann bereits das Ende von Kirchbergs Ambitionen bedeuten. Im ersten Spiel in Kamp-Lintfort muss Kirchberg das Ziel verfolgen drei Punkte zu erspielen, um vor dem Heimspiel den Anschluss in der Tabelle wieder herzustellen.

Es ist alles angerichtet für einen spannenden Abstiegskampf. Alle vier Teams werden versuchen dem Abstiegsgespenst von der Schippe zu springen. Für den TuS gilt es nun noch einmal alle Kräfte zu bündeln und die beste Version der Kirchberger auf die Bahn zu bringen. Und dann wird man sehen, ob es für eine weitere Saison im Oberhaus reicht oder nicht.

Vorschau: Samstag, 21.02.2025, 12.00 Uhr 1. Spieltag in Kamp-Lintfort

Interview mit Matthias Bender

Mannschaftsführer Matthias Bender stand uns noch für ein kurzes Interview Rede und Antwort:

Ihr habt die Saison auf dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen. Wie zufrieden bist du mit der regulären Saison, seid ihr in der 1. Bundesliga angekommen?
Matthias Bender: „An sich bin ich durchaus zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben immer wieder Kampfgeist bewiesen und haben uns stetig weiter reingesteigert, an uns gearbeitet und verbessert.“

Wie stehen eure Chancen auf den Klassenerhalt, habt ihr noch Hoffnung das Glück auf eure Seite zu ziehen?
Matthias Bender: „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein bisschen Glück und natürlich Tagesform wird dazugehören, aber aufgegeben wird auf keinen Fall. Eine Chance ist da, so klein sie auch wirken mag!“

Welche Teams schätzt du am stärksten ein?
Matthias Bender: „Ich denke alle Mannschaften agieren auf Augenhöhe, Kamp-Lintfort ist am ausgeglichensten aufgestellt, die anderen Mannschaften sind in der Spitze einen Tick stärker aufgelegt.“

Und ein Blick über den Tellerrand – was passiert im Falle des Abstiegs?
Matthias Bender: „Die Mannschaft bleibt meines Wissens nach so zusammen, wir werden in der kommenden Saison mit neuer Erfahrung und Mut dann um den direkten Wiederaufstieg kämpfen, auch wenn diese zweite Bundesliga sehr stark aufgestellt sein wird.“

Matthias Bender

Zurück