18. Spieltag, 5 Holz fehlen
SK Münstermaifeld - TuS Kirchberg
Hauchdünn am Punkt vorbei
Der TuS Kirchberg beendet die reguläre Saison mit einer um den Zusatzpunkt äußerst knappen Partie beim SK Münstermaifeld. Fünf Holz fehlten den Hunsrückern in der Endabrechnung für den Punktgewinn. Eine Partie, die als Spiegelbild der Saison herhalten kann. Die Kirchberger setzen den ein oder anderen Nadelstich, haben aber das Glück nicht auf ihrer Seite. Zum Schluss ist immer Pech aber auch ein bisschen Unvermögen.
Der letzte Platz war für die Hunsrücker am letzten Spieltag nur noch rein rechnerisch zu verlassen. Bei einer Heimpleite vom SKV Trier hätten die Hunsrücker mit ihrerseits drei Punkten im Maifeld noch die rote Laterne an die Mosel abgeben können. Doch als zahnloser Aufsteiger zum etablierten Bundesligateam nach Münstermaifeld zu reisen und drei Punkte anzupeilen, das wäre durchaus vermessen gewesen. Doch ein Pünktchen wollten sich die Hunsrücker dann doch verdienen.
Im ersten Block probierte es der TuS mit Ferdinand Fuchss und Marco Thees. Die beiden sollten es mit dem Paradeblock der Maifelder aufnehmen und vielleicht schon früh erste Nadelstiche setzen. Doch die Gastgeber erledigten ihre Hausaufgaben unaufgeregt und hatten immer in den entscheidenden Momenten entgegenzusetzen. Fuchss zeigte einen schwierig einzuordnenden Durchgang: In die Vollen wollte dem Kirchberger rein gar nichts gelingen, im Abräumen lief er dann aber zur Höchstform auf und bot den Hausherren Paroli. In der Endabrechnung stand mit 866/9 ein Ergebnis, mit dem er grundsätzlich zufrieden sein durfte, doch die Schwächen in die Vollen kosteten ein besseres Resultat. Denn die Maifelder hatten durch Bernd Göbel (891/10) und Robert Heinichen (917/12) die Nase vorn und konnten die Partie von vorne weg kontrollieren. Thees daneben fand nach ordentlichem Beginn keine Einstellung zur Bahn und war mit 774/1 nicht in Schlagdistanz.
Ein gutes Resultat auf der Habenseite aber keine Wertungen auf dem Konto – so war die Situation vor dem Mittelblock. Dort wollte Falko Stockter zusammen mit Markus Adams die Kirchberger Hoffnungen befeuern. Das gelang Stockter mit einem tollen Start in die erste Vollen-Gasse – doch die Gastgeber spielten auch hier stark mit. Adams mühte sich redlich, doch so wirklich freischwimmen konnte sich der Kirchberger nicht. Mit 820/3 hingen die Trauben für Wertungen ein bisschen zu hoch – sein Ergebnis sollte aber nochmal von Bedeutung sein. Stockter machte es ein bisschen besser, aber war mit 855/8 nicht ganz zufrieden. Eine Wertung gab es trotzdem, denn Thorsten Ragge (850/6) verließ nach starker Vorstellung auf den letzten Metern ein bisschen die Kraft. Dass es besser ging, zeigte dann aber Volker Port (892/11), der sich den Block sicherte und Kirchberg weitere Wertungen verwehrte.
Zwei Überspielungen hatte der TuS vor dem dritten Block aufzuweisen. In Sachen Gesamtholzzahl war die Partie mindestens schon vorentschieden. Doch Kirchberg warf mit Andreas Martin und Matthias Bender noch einmal seine letzten Eisen ins Feuer. Schon die ein oder andere Partie wurde auf den letzten Metern in Sachen Zusatzpunkt noch auf den Kopf gestellt. Doch zuerst waren es wieder die Hausherren, die den Ton angaben: Christian Jung (837/5) startete furios, konnte im weiteren Verlauf aber nicht mehr so glänzen. Bender spielte sich von Bahn zu Bahn an Jung heran und lieferte das, was man von ihm erwarten konnte: Mit 850/7 spielte Bender die Hürde von Ragge mit und hielt seine beiden Gegenleute hinter sich. Da diese auch beide unter Stockter und Fuchss blieben, hatte Kirchberg plötzlich neun von zehn Wertungen in den Händen. Die Entscheidung sollte dann zwischen Martin und Mike Killadt (825/4) fallen, da dieser sich auf den letzten Metern hauchdünn vor Adams platzieren konnte. Martin jedoch konnte den Druck zum Ende hin nicht aufrechterhalten und blieb mit 801/2 hinter Killadt zurück. Eine Überspielung fehlte den Hunsrückern zum Punktgewinn.
Fazit: Kirchberg verkauft sich im letzten Spiel der Saison teuer in Münstermaifeld und schnuppert am Zusatzpunkt. Doch die Hausherren zeigen sich nervenstark und setzen auf den letzten Metern die benötigten Neuner. In Kirchberg darf man einmal mehr mit dem Kegelgott hadern, der den Hunsrückern in dieser Saison nicht wirklich wohlgesonnen ist. Doch nun gilt es für Kirchberg alle Geister zu beschwören und in der Abstiegsrunde neu anzugreifen. Zwar ist die Hypothek der Vorgabe von nur einem Punkt eine große, doch in den Playoffs wurden schon immer mal Kegelgesetze außer Kraft gesetzt. In der Viererrunde mit dem SKV Trier, dem SK Kamp-Lintfort und dem CfK GW 65 Rösrath kann auch für den TuS noch alles in Richtung Klassenerhalt passieren.
|
SK Münstermaifeld 1 |
TuS Kirchberg 1 |
||||
|
Göbel, Bernd |
10 |
891 |
866 |
9 |
Fuchss, Ferdinand |
|
Heinichen, Robert |
12 |
917 |
774 |
1 |
Thees, Marco |
|
Ragge, Thorsten |
6 |
850 |
855 |
8 |
Stockter, Falko |
|
Port, Volker |
11 |
892 |
820 |
3 |
Adams, Markus |
|
Jung, Christian |
5 |
837 |
850 |
7 |
Bender, Matthias |
|
Killadt, Mike |
4 |
825 |
801 |
2 |
Martin, Andreas |
|
3 |
48 |
5212 |
4966 |
30 |
0 |
Vorschau: Samstag, 21.02.2026, 12.00 Uhr 1. Spieltag Abstiegsrunde
