1. Spieltag Abstiegsrunde, Lebenszeichen im Tabellenkeller
Abstiegsrunde in Kamp-Lintfort
Lebenszeichen im Abstiegskampf
Kirchbergs Kegler senden das erhoffte Lebenszeichen im Abstiegskampf und sichern sich zum Auftakt drei Punkte in Kamp-Lintfort. In einem bis zur letzten Kugel spannenden Kampf hielt man die Kegler aus Trier auf Distanz und lief hinter starken Hausherren auf dem zweiten Rang ein. Rösrath erwischt einen gebrauchten Tag, in der Tabelle sind jetzt gleich drei Teams nahezu gleichauf.
Der TuS Kirchberg greift in der Bundesliga nach dem letzten Strohhalm und schmeißt in der Abstiegsrunde noch einmal alles in die Waagschale. Bei der ersten Station in Kamp-Lintfort wollten die Hunsrücker direkt aufhorchen lassen und den Anschluss ans Feld wieder herstellen. Denn die Kirchberger starten als Tabellenletzter mit der Hypothek nur einen Punkt als Vorgabe mit in die Vierrerunde zu nehmen. Rösrath startet mit vier Punkten, Kamp-Lintfort mit drei und Trier mit zwei Punkten. Also ging es für Kirchberg direkt zum Start um alles.
Im ersten Block sollte es Ferdinand Fuchss richten, der auf eine durchwachsene Saison mit Höhen und Tiefen zurückblickt. Im Ligenspiel ließ er auf den Bahnen im Glück Auf Kegelzentrum aufgrund zu vieler Fehler einige Holz liegen. Im ersten Abstiegsspiel lieferte er aber eine konzentrierte und nur wenig fehlerbehaftete Leistung ab. Lediglich Bahn 5 und eine schwache Volle auf Bahn 6 sorgten für kleine Dellen in einer sonst starken Vorstellung. Mit 876/17 hielt der Kirchberger Heim-Akteur Dennis Schmidt (856/15) und Rösraths Benjamin Schmitz (812/6) hinter sich. Nur gegen Triers Top-Mann Nico Klink war kein Kraut gewachsen, mit 930/24 fräste er eine absolute Spitzenzahl an die Anzeige.
Für Kirchberg trotzdem ein Start nach Maß – auf Höhe der Gastgeber und schon mit ein bisschen Abstand auf Rösrath könnte es sich erstmal sorglos weiterkegeln lassen. Doch Falko Stockter suchte lange nach seiner Linie, drei Bahnen kam er nicht so Recht vom Fleck und musste zusehen, wie die Heimmannschaft mit Nils Eichenhofer (900/21) souverän das Ruder an sich riss. Doch auch Trier spielte weiter fleißig mit, da Engelbert Poth 822/8 auflegte, während Rösrath mit Lars Kirschbaum (853/14) das Feld noch enger zusammenbrachte. Stockter aber fand auf der letzten Bahn doch noch den Schlüssel und schraubte sein Resultat auf 832/9 und hielt den Schaden damit gering.
50 Holz hinter Trier und Kamp-Lintfort, aber über 40 Holz Plus auf Rösrath nahm dann Markus Adams mit auf die Bahn. Und der Kirchberger arbeitete fleißig an der Aufholjagd und setzte zudem auch noch ein paar Holz gegenüber Rösrath auf die Habenseite. Hinten raus verdiente sich Adams trotz ein paar Widrigkeiten auf Bahn 5, aber gut gespielten Räumbildern mit 847/12 ein wichtiges Ergebnis für Kirchberg. Auf Rösrath (Sven Habeth 816/7) und Trier (Jerry Welter 789/2) machte er weitere Holz gut. Die Hausherren waren aber einmal mehr eine Liga für sich, Henk Lardenoije (923/23) legte die Latte der Gastgeber deutlich nach oben.
Der vierte Block startete für die Kirchberger vielversprechend. Marco Thees zeigte einen guten Start, doch auf der dritten Bahn kamen die Fehler ins Spiel. Zu viele Bauernprobleme kosteten den Vorsprung der ersten Hälfte. Doch danach zog er sich nochmal aus dem Loch und brachte seinen Durchgang mit 801/5 versöhnlich zu Ende. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz machte Kirchberg sogar Plus – Rösrath war mit Niklas Wörster (760/1) ein Stück zurück, Triers Manfred Göbel (791/3) heftete dicht an den Fersen von Thees. Kamp-Lintfort (Marcel Bernsee 847/11) zog davon unbeeindruckt seine Kreise.
Im fünften Block sollte Kirchberg dann endgültig die Hoffnung auf drei Punkte untermauern. Matthias Bender startete auf Bahn 8 phänomenal mit 250 Holz. Doch dieser Höhenflug hielt nicht die ganze Zeit an. Im weiteren Verlauf hielt sich Kirchbergs Mannschaftsführer vornehm zurück, was Triers Daniel Klink (849/13) wieder auf den Plan rief. Doch Bender fand nochmal eine Antwort und legte eine furiose letzte Gasse hin. Mit 896/20 lieferte Bender wie schon im Ligaspiel das beste Kirchberger Resultat. Rösrath geriet durch Friedhelm Kohlhoff (798/4) noch weiter ins Hintertreffen, Kamp-Lintfort zuckte an der Spitze mit Daniel Niesner (872/16) nur kurz mit den Schultern und machte die Hausaufgaben.
Kirchberg brachte satte 69 Holz Vorsprung mit in den letzten Block – nur noch 120 Kugeln trennten die Hunsrücker vom Achtungserfolg in Kamp-Lintfort. Doch Andreas Martin bekam noch einen heißen Kampf mit Trier geboten. Während Martin verhalten startete, kamen die Moselstädter richtig gut in die Partie. Bereits nach der ersten Bahn hatte Luca Wolter (879/18) schon fast die Hälfte des Vorsprungs wett gemacht. Doch Martin stemmte sich dagegen und spielte seine ganze Routine aus. So schaffte es der Kirchberger satte 43 Holz Vorsprung in die abschließende Räumgasse mitzunehmen. Doch Wolter spielte noch einmal groß auf und zerlegte die linke Gasse auf Bahn 6 in ihre Einzelteile und verlangte damit auch Martin noch einmal alles ab. Auf den letzten Metern fehlten Wolter die entscheidenden Neuner, Martin schlug zurück und brachte sich auf 832/10 – und Kirchberg damit auf Rang 2 über die Ziellinie. Die Gastgeber sicherten sich durch Christian Prante (893/19) hochverdient einen ungefährdeten Heimsieg, für Rösrath ließ Dominik Schmitz (902/22) abseits des Zweikampfs zwischen Trier und Kirchberg noch eine absolute Top-Leistung folgen – am Ausgang der Partie änderte dies allerdings nicht mehr.
Fazit: Der TuS Kirchberg hat selbstbewusst drei Punkte in Kamp-Lintfort ins Auge gefasst und hat diesem Plan nun auch Taten folgen lassen. Die Hunsrücker bringen eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne große Ausfälle an die Tafel – und trotzdem darf man konstatieren, dass noch eindeutig zu viele Fehlwürfe der Hunsrücker auf den Ausdrucken auftauchen. Unterm Strich verdient sich der TuS aber die wichtigen drei Punkte und darf nun wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Rösrath erwischt einen schlechten Tag und befindet sich nun mittendrin, Trier helfen die zwei Punkte auch nicht für Entspannung im Abstiegskampf. Für den Doppelspieltag in Kirchberg und Trier ist nun Spannung vorprogrammiert – nächsten Sonntag wissen wir mehr.
|
SK Kamp-Lintfort |
TuS Kirchberg 1 |
||||
|
Schmidt, Dennis |
15 |
856 |
876 |
17 |
Fuchss, Ferdinand |
|
Eichenhofer, Nils |
21 |
900 |
832 |
9 |
Stockter, Falko |
|
Lardenoije, Henk |
23 |
923 |
847 |
12 |
Adams, Markus |
|
Bernsee, Marcel |
11 |
847 |
801 |
5 |
Thees, Marco |
|
Niesner, Daniel |
16 |
872 |
896 |
20 |
Bender, Matthias |
|
Prante, Christian |
19 |
893 |
832 |
10 |
Martin, Andreas |
|
4 |
105 |
5291 |
5084 |
73 |
3 |
|
CfK GW 65 Rösrath 1 |
SKV Trier 1 |
||||
|
Schmitz, Benjamin |
6 |
812 |
930 |
24 |
Klink, Nico |
|
Kirschbaum, Lars |
14 |
853 |
822 |
8 |
Poth, Engelbert |
|
Habeth, Sven |
7 |
816 |
789 |
2 |
Welter, Jerry |
|
Wörster, Niklas |
1 |
760 |
791 |
3 |
Göbel, Manfred |
|
Kohlhoff, Friedhelm |
4 |
798 |
849 |
13 |
Klink, Daniel |
|
Schmitz, Dominik |
22 |
902 |
879 |
18 |
Wolter, Luca |
|
1 |
54 |
4941 |
5060 |
68 |
2 |
Vorschau:
Samstag, 28.02.2026, 12:00 Uhr 2. Spieltag Abstiegsrunde in Kirchberg
Sonntag, 01.03.2026, 10:00 Uhr 3. Spieltag Abstiegsrunde in Trier
